Ausbildung Osteopathie am Pferd 

 

Teilbereiche und Inhalte

AUSBILDUNGSINHALTE

  • Fasziale, Kraniosakrale und Viszerale Therapie am Pferd in Theorie und Praxis

  • Verantwortungsbewussten und respektvoller Umgang mit den Techniken der Osteopathie für Pferde 

  • die biodynamischen Kräfte des eigenen Therapeuten-Körpers kennen lernen

  • Behandlungsraum eröffnen und schließen

  • Uns als TherapeutIn als Begleiter und Unterstützer zu sehen, der durch die sanften Techniken das Selbstheilungspotential auf allen Ebenen aktiviert und den Raum für eine Heilung aus dem Innen heraus ermöglicht !

  • Skript, Kursunterlagen in pdf.-Format inklusive

  • Prüfung in Theorie und Praxis inklusive
    Prüfungstag findet immer 1 Tag nach letztem Kurstag des Block 4 oder 1 Tag vor Start Block 1 

  • Nahe Heidelberg, Mannheim, Frankfurt, Würzburg, Darmstadt, Aschaffenburg

Block 1: Fasziale Therapie

Faszien formen unseren Körper und sind verantwortlich für unser Erscheinungsbild. 

Die Grundmatrix passt sich über Wochen und Monate den unterschiedlichen Belastungen des Körpers an. 

Mit Techniken wie dem "Myofascial Release" werden die dreidimensionalen Fasziensysteme gezielt und differenziert behandelt. Die Beweglichkeit und Verschiebbarkeit des Bindegewebes wird verbessert, Gelenke werden entlastet, blockierte Gelenke lösen sich und "festgefahrene" Bewegungsmuster werden aufgelöst.

 

Würden wir alle Organe, Knochen und Muskeln aus einem Pferd entfernen, könnten wir immer noch die individuelle Gestalt des Pferdes erkennen.  

 

Im Block 1 befassen wir uns mit der Frage, was Faszien sind, wie sie aufgebaut und zusammen gesetzt sind und warum sie so wichtig für uns in der Osteopathie sind. Nachdem die Theorie jeder verstanden und verinnerlicht hat, beginnen wir mit der Praxis. Wir üben das Fühlen von faszialen Bewegungen und Aufspüren von Verklebungen  an unterschiedlichen Körperbereichen. Am 3. Tag geht es dann in den Stall und wir setzten alles erlernte am Patienten Pferd ein. 

 

Im ersten Block sind die Eigentümer der Pferde vor Ort und können uns jederzeit Auskunft über den jetzigen IST-Zustand, bzw. Auskünfte über die (Krankheits-/Lebens-)Geschichte berichten. Eine kurze Gangbildbeurteilung/Palpation gehört natürlich vor jeder Behandlung dazu - denn auch das Üben im Kursformat hat direkten Einfluss auf den Körper.

Praxis bedeutet immer: ÜBUNG am MENSCH. Erst wenn jeder Teilnehmer, die Technik am MENSCH beherrscht, werden wir mit der Arbeit am Pferd beginnen.

Block 2+3: Kraniosakrale Osteopathie


Die Craniosakrale Osteopathie basiert grundlegend auf den Forschungen von W.G. Sutherland und J. Upledger. Die Umsetzung dieser Therapie aufs Pferd verdanken wir hauptsächlich P. Evrard und D. Giniaux.


Das Craniosakrale System setzt sich aus folgenden Strukturen zusammen:

Schädel (Cranium) mit SSB — Wirbelsäule mit Dura mater — Kreuzbein (Sakrum)

Innerhalb dieses knöchernen Systems verlaufen fasziale und fluide Strukturen, die sowohl dieses System an sich als auch den Körper insgesamt zu einem System vereint. Die Holistik ergibt sich dabei nicht nur aus der Art und der Verzweigungen der beteiligten Strukturen, sondern auch aus dem sogenannten «Zellgedächtnis», in dem alle Erfahrungen des Körpers in Form von Energie auf Zellebene gespeichert werden.

Ziel der Craniosakralen Therapie des Pferdes sind:

Lösung von Blockierungen beteiligter knöcherner Strukturen
Lösung von Verziehungen beteiligter faszialer Strukturen
Freies Fließen innerhalb der fluiden Anteile
Auflösen von Energiezysten
regulativ harmonisches Organ- und Nervensystem
Dadurch
— Schmerzfreiheit
— Bewegungsfreude
— entspannter Gemütszustand, Konzentration und Motivation des Pferdes


Ausbildungsinhalte der Kraniosakralen Therapie sind:
1. Grundlagen, Prinzipien, Regeln, Voraussetzungen und Kontraindikationen 

2. Anatomie des Kraniosakralen Systems 
— knöcherne Strukturen des Schädels
— Fluides System (Liquor cerebospinales, Ventrikel)
— Vegetative NervenSystem 

3. Untersuchungstechniken:
— Befundung/Anamnese inkl. Gangbild und Interview mit Eigentümer 
— Erfühlen des kraniosakralen Rhythmus, Erleben der unterschiedlichen Release "Varianten" 
— "Palpationsstellen" nach Upleger


4. Behandlungstechniken:
In allen Schulen, Zentren und Instituten wird ausschließlich die "10 Punkte Medthode" nach Dr. Upledger gelehrt. Leider ist bei der  Umsetzung der Osteopathie auf die Pferde sehr viel verloren gegangen und wird nicht gelernt und unterrichtet. Leider finden wir heute auch nichts differenziertes in der Literatur. Nach 5 Jahren mobiler Praxistätigkeit und 4 Jahren Dozententätigkeit in der Osteopathie für Pferde, habe ich den Weg der Human Osteopathie eingeschlagen. Fazit: Es sind 2 Welten!

In dieser Staffel erlebt und erlernt ihr die "richtige" Osteopathie von Grund auf. Hebt euch ab von dem zensierten Pferde-Osteopathie-Status in Deutschland. 

Wir befunden, erstellen eine Anamnese und können anhand der Ergebnisse direkt mit der Behandlung starten. Bereits nach dem ersten Blick könnt ihr direkt mit der Arbeit am Pferd beginnen. 

 



In der Kraniosakralen Therapie, wie wir sie Euch lehren, wird sowohl diagnostisch als auch therapeutisch ausschließlich nur mit unseren Händen gearbeitet. Die verschiedenen Techniken nehmen Einfluss auf alle beteiligten Knochen, Faszien, Nerven und Flüssigkeiten und helfen dem Körper, seine Eigenregulationsmechanismen anzusprechen. Das Pferd selbst findet seinen Weg in die Gesundheit, der vom Therapeuten durch seine Behandlungsgriffe wohlwollend und respektvoll unterstützt und begleitet wird.

Alle Behandlungstechniken werden strukturnah angewendet, mit weichen, sanften Griffen. Dies hat den Vorteil, dass für das Pferd jederzeit die Möglichkeit besteht, auf die Behandlung aktiv zu reagieren, die Behandlungsrichtung und das Behandlungsausmaß zu beeinflussen und den Therapeuten zu den Strukturen zu führen, die für die momentanen Beschwerden ursächlich sind.

Alle Ausbildungsinhalte werden ausführlich theoretisch erarbeitet und in der Praxis am Pferd geübt. 

Block 4: Viszerale Therapie
  • Schwerpunkt Verdauungsapparat und seine Anhangsdrüsen/organe:
    Kopfdarm, Magen, Dünndarm, Dickdarm, Mastdarm- plus Leber, Milz, Pankreas

  • Theorie im Seminarraum, Topografie am Pferd in der Praxis, Praxis in Befundung und Behandlung. 

  • Aufgrund der Komplexität bezieht sich der Kursinhalt in diesen 4 Tagen ausschließlich auf den Verdauungsapparat.

    Der Bereich des Urogenitalapparates wird in einer gesonderten Fortbildung "Viszerale Therapie 2" alle 2 Jahre angeboten und beinhaltet eine Dauer von 4 Tagen

© 2019 Praxis Lochmann

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